Das Leben von Anton Tschechow
Am 17. Januar 1860 wird Tschechow als dritter Sohn eines Kaufmanns in Taganrog geboren. Er wächst in Armut auf. Sein Vater ist streng religiös und sehr autoritär. Nach der Einschulung nehmen Antons Probleme noch zu. Er wird in der Schule als "Untermensch" verachtet. Nachdem er die Abiturprüfung im Juni 1879 bestanden hat, reist er sofort nach Moskau, um sein Medizinstudium zu beginnen. Ab 1880 erscheinen in Satirezeitschriften häufiger Kurzgeschichten von ihm. Zeitgleich mit der Aushändigung seines Ärztediploms 1884 erscheint sein erster Erzählungsband. Im Winter des Jahres treten erstmals Lungenblutungen auf. Von 1887 an beginnt Tschechows "Karriere", nachdem ihm ein zeitgenössischer Schriftsteller "echtes Talent" bescheinigt hat. Bis 1897 schreibt er wie am Fließband. Dann zwingt ihn jedoch seine Krankheit, kürzer zu treten. Nachdem er 1900 zum Mitglied der Sektion schöngeistiger Literatur bei der Akademie der Wissenschaften gewählt wird, beginnt er mit neuer Kraft an den "Drei Schwestern" zu schreiben. 1903 hat er wieder eine schwere Lungenblutung. Er überlebt nur knapp. Trotz Warnungen seines Arztes nimmt er fast täglich an den Proben seines neuen Stückes teil. Am 2. Juli 1904 stirbt der 44-jährige Tschechow im deutschen Badenweiler, wo er sich einer Kur unterziehen sollte, an den Folgen mehrerer Herzanfälle.